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1 Geographie
2 Geschichte
3 Politik
4 Theater und Veranstaltungsorte
5 Wirtschaft und Infrastruktur
6 Persönlichkeiten
7 In der Literatur
Geographie
Baden-Baden liegt am Westrand des nördlichen Schwarzwaldes im Tal der Oos, einem kleinen Fluss, der ca. 13 km weiter bei Rastatt in die Murg mündet. Die östlichen Stadtteile schmiegen sich teilweise in die Hänge des Schwarzwaldes. Höchster Punkt des Stadtkreises ist mit 1003 m die Badener Höhe. Die westlichen Stadtteile liegen in der Oberrheinischen Tiefebene, tiefster Punkt der Gemarkung ist das Naturschutzgebiet Geggenau mit 112 m. Mit 85,8 km² Waldfläche hat Baden-Baden mit einem Anteil von 61% den größten Stadtwald der Bundesrepublik.
Im Osten der Stadt, an der Straße nach Forbach (Baden), liegt das Höhennaherholungsgebiet Rote Lache.
Baden-Baden ist mit 54.600 Einwohnern die kleinste der insgesamt neun kreisfreien Städte des Landes und bildet ein Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums. Zum Mittelbereich Baden-Baden gehören neben der Stadt Baden-Baden auch die Gemeinden Hügelsheim und Sinzheim welche beide im Landkreis Rastatt liegen. Darüber hinaus bestehen Beziehungen mit dem französischen Nord-Elsass.
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Stadtgliederung
Der Stadtkreis Baden-Baden gliedert sich in folgende Stadtteile: Oos, Sandweier, Haueneberstein, Balg, Ebersteinburg, Weststadt mit dem Ooswinkel, Cité, Innenstadt, Lichtental, Oberbeuern, Geroldsau, Neuweier, Steinbach und Varnhalt.
Außerdem gibt es zahlreiche weitere Wohnplätze oder Wohngebiete mit eigenem Namen, die teilweise sehr verstreut sind: Gaisbach, Gallenbach (Varnhalt), Hungerberg, Malschbach, Mührich, Müllenbach, Schmalbach, Schneckenbach, Seelach, Umweg (Steinbach) und Unterer Plättig.
Die Stadtteile Ebersteinburg, Haueneberstein und Sandweier haben jeweils eine eigene Ortsverwaltung mit einem Ortsvorsteher. Die Stadtteile Steinbach, Neuweier und Varnhalt haben eine gemeinsame Ortsverwaltung („Rebland“) ebenfalls mit einem Ortsvorsteher.
Innerhalb des Gemarkungsgebietes des Stadtkreises Baden-Baden liegen drei relativ unbewohnte Exklaven der Nachbargemeinde Sinzheim, darunter das Klostergut Fremersberg.
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Nachbarkommunen
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Baden-Baden. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Rastatt:
Rastatt, Kuppenheim, Gaggenau, Gernsbach, Weisenbach, Forbach (Baden), Bühl (Baden), Bühlertal, Sinzheim, Hügelsheim und Iffezheim.
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Geschichte
Erste Spuren der Besiedlung des Oostals finden sich aus der Mittelsteinzeit um 8000-4000 v. Chr., Grabfunde in der Rheinebene und im Übergang zum Schwarzwald sind auch für die nachfolgenden Epochen der Stein- und der Bronzezeit belegt. Auf dem Battert finden sich noch Überreste eines keltischen Ringwalls. Doch vor allem mit den Römern, die die bis zu 68° C heißen Thermalquellen schätzten, kam Baden-Baden (damals wie viele Städte mit Heilquellen Aquae genannt) zu seiner Bedeutung. Um 80 v. Chr. gründeten sie im heutigen Gebiet der Altstadt eine Siedlung und errichteten mehrere Bäder. Um 260 n. Chr. eroberten die Alamannen die Gegend. Im 8. Jahrhundert kam das Gebiet unter fränkische Herrschaft.
Graf Hermann II. aus dem Geschlecht der Zähringer erwarb das Gebiet um Baden-Baden Anfang des 12. Jahrhunderts und nannte sich Markgraf von Baden. Das Stadtrecht wurde Baden-Baden um 1250 verliehen.
Mit der Erlaubnis des Markgrafen Friedrich II. wurden ab 1306 die Thermalquellen für Bäder genutzt. Die erste Kurtaxe wurde 1507 erhoben, und ein Kurdirektor kümmerte sich um den aufstrebenden Kurbetrieb.
Im Laufe der Geschichte wurde die Stadt nach Teilung der Markgrafschaft Baden Residenzstadt der katholischen Linie des Herrscherhauses, die nach Aussterben 1771 mit der protestantischen Linie Baden-Durlach (Residenz damals bereits Karlsruhe) wieder vereinigt wurde. Die Stadt blieb aber Sitz eines Amtes für das gesamte Umland.
Im Rahmen des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde Baden-Baden am 24. August 1689 von französischen Truppen niedergebrannt, in der Folge kam auch der Bäderbetrieb zum erliegen[2]. Mit dem Rastatter Kongress wurde Baden-Baden am Ende des 18. Jahrhunderts als mondäner Kurort wiederentdeckt. Viele herrschaftliche Gäste machten den Ort zur Sommerhauptstadt Europas. Paris war die Winterhauptstadt. Es entstanden Luxushotels das Kurhaus (1821–1824) und die Spielbank (1810–1811), die jedoch 1872 wieder geschlossen und 1933 bis 1943 wieder geöffnet wurde[2]. Internationale Pferderennen finden seit 1858 in Iffezheim statt. Veranstalter der Pferderennen ist der 1872 gegründete Internationale Club Baden-Baden.
1863 wurde der Kreis Baden errichtet, dem die Amtsbezirke Achern, Baden-Baden, Bühl, Rastatt und Gernsbach angehörten. 1924 wurde das Amt Baden aufgelöst, doch wurde Baden-Baden 1939 zum Stadtkreis erklärt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baden-Baden Sitz der französischen Zonen-Regierung und Hauptquartier der französischen Streitkräfte in Deutschland; die Spielbank nahm 1950 ihren Betrieb wieder auf.[2] Es entstand der Südwestfunk in Baden-Baden, dessen Nachfolger Südwestrundfunk noch heute einen Großteil seiner Programme in der Stadt produziert. 1981 war Baden-Baden Gastgeber der zweiten Landesgartenschau Baden-Württembergs. Seit 1992 wird in Baden-Baden der Deutsche Medienpreis verliehen. Mit dem bis 1999 vollzogenen Abzug der französischen Streitkräfte wurden in den westlichen Stadtgebieten große Grundstücks- und Gebäudeflächen für eine zivile Umnutzung frei.
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Religion
Baden-Baden gehörte anfangs zum Bistum Speyer bzw. Erzbistum Mainz. Bald nach dem Reichstag zu Worms ließ Markgraf Philipp II. evangelische Prediger in die Stadt und bereits ab 1538 soll die ganze Stadt protestantisch gewesen sein. Offiziell wurde die Reformation aber erst 1556 eingeführt. Doch mussten nach seinem Tod seine Kinder auf Druck ihres Vormunds Herzog Albrecht V. wieder katholisch werden und der evangelische Gottesdienst wurde ab 1571 verboten. 1610 wurde dann wieder ein evangelischer Hofprediger ernannt, doch holte Markgraf Wilhelm die Jesuiten in die Stadt, welche die Rekatholisierung vollzogen. Wer evangelisch bleiben wollte, musste die Stadt verlassen, so dass es ab 1650 keine Protestanten mehr in Baden-Baden gab. Unter Markgraf Karl Friedrich war ab 1771 nur der katholische Gottesdienst erlaubt. Die Gläubigen gehörten zunächst noch zum Bistum Speyer, nach dessen Auflösung zum Generalvikariat Bruchsal, und 1821/1827 wurde die Gemeinde Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Baden-Baden wurde Sitz eines Dekanats. Die dem Dekanat zugeordneten Kirchengemeinden wurden 1976 neu geordnet. Die Dekanatsgrenzen wurden dabei dem neuen Stadtkreis Baden-Baden angepasst.
Im Stadtgebiet Baden-Badens gibt es heute folgende katholischen Kirchen- bzw. Pfarrgemeinden: Stiftskirche (Altstadt), St. Bernhard (Weststadt), St. Josef, St. Bonifatius Lichtental, St. Dionysius Oos, St. Eucharius Balg, Hl. Geist Geroldsau, St. Antonius Ebersteinburg, St. Bartholomäus Haueneberstein, St. Jakobus Steinbach, St. Katharina Sandweier, St. Michael Neuweier, Herz-Jesu Varnhalt sowie die Autobahnkirche St. Christophorus an der Raststätte Baden-Baden. Mit dem Kloster Lichtenthal besteht eine Zisterzienserinnenabtei in der Stadt
Neben den römisch-katholischen Gemeinden gibt es auch eine Rumänisch-Orthodoxe Kirche (Stourdza-Kapelle) und eine Russisch-Orthodoxe Kirche.
Die wenigen Protestanten in Baden-Baden zu Anfang des 19. Jahrhunderts konnten 1832 ihre erste Gemeinde gründen. Diese gehört wie auch alle anderen heutigen Kirchengemeinden zur Evangelischen Landeskirche in Baden (Kirchenkreis Südbaden). 1855 konnte sich die Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen, die heutige Stadtkirche. 1960/1964 wurde die Kirchengemeinde in die Lukasgemeinde und Markusgemeinde aufgeteilt. Weitere protestantische Gemeinden im Stadtgebiet sind die Luthergemeinde Lichtental (Pfarrei 1936 errichtet), die Paulusgemeinde in der Weststadt (Pfarrei 1946 errichtet), die Friedensgemeinde Baden-Oos (Pfarrei 1949 errichtet) und die Matthäusgemeinde Steinbach-Sinzheim. In Sandweier gibt es ferner einen Kirchsaal für evangelische Gottesdienste. Alle evangelischen Kirchengemeinden Baden-Badens gehören heute zum Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Baden-Baden auch Freikirchen und Gemeinden, darunter eine Lutherische Gemeinde (1912 gegründet), die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden gehört, und eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten. Ferner gibt es eine Alt-Katholische Gemeinde, deren Gottesdienste in der Spitalkirche gefeiert werden. Die Anglikanisch-Episkopalische Kirche ist in der Stadt ebenfalls mit einer Gemeinde vertreten und betreut überwiegend US-amerikanische Gläubige.
Auch die Neuapostolische Kirche ist in Baden-Baden vertreten.
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Judentum
Die Israelitische Religionsgemeinde hatte in der Stephanienstraße eine eigene Synagoge. Bei der ersten Volkszählung nach der Machtergreifung Hitlers wurden 260 Glaubensjuden erfasst.
Baden-Baden blieben die schlimmsten Exzesse der Nationalsozialisten aufgrund der internationalen Beziehungen des weltberühmten Kurorts zunächst erspart – bis zum 10. November 1938. In den frühen Morgenstunden wurden viele der in Baden-Baden wohnenden Juden durch die Polizei abgeführt und zum Hof der alten Polizeidirektion (neben der heutigen Caracalla-Therme) gebracht. Gegen Mittag wurden sie als bewachte Kolonne zur Synagoge geleitet. Augenzeugen berichten von Demütigungen durch die SS, von brutalen Übergriffen Baden-Badener Bürger. Etliche Juden wurden mit Steinen beworfen, verprügelt, ausgepeitscht oder bewusstlos geschlagen.
Im Inneren des Gebäudes waren SS-Männer aus der Umgebung Baden-Badens damit beschäftigt, auf der Frauenempore Feuer zu legen. Die Juden wurden entwürdigt, teilweise körperlich misshandelt. Die Synagoge wurde durch den Pöbel entweiht.
Bis auf etwa 60 Personen wurden schließlich alle zusammengetriebenen Juden mit einem Bus zum Bahnhof gefahren. Von dort wurden die Baden-Badener Juden mit einem Sonderzug zusammen mit anderen Juden aus dem Schwarzwaldgebiet ins Konzentrationslager Dachau verschleppt.
Die Synagoge in Baden-Baden brannte vollständig aus. Das Synagogengrundstück erwarb später eine Druckerei. Auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge ist heute ein Gedenkstein mit der Inschrift zu finden:
„Hier stand die Baden-Badener Synagoge, zerstört durch Brandstiftung am 10. November 1938.“
Am 22. Oktober 1940 wurden 106 Juden aus Baden-Baden nach Gurs deportiert. Von ihnen starben mindestens 14 in Auschwitz, einer in Lublin-Majdanek und 22 in verschiedenen anderen Lagern. 1941 wurden noch 44 Juden im Stadtkreis gezählt. Sie wurden nach Lublin und nach Theresienstadt veschleppt. Nur zwei kehrten in ihre Heimatstadt zurück, alle anderen sind umgekommen.
Der jüdische Friedhof in Baden-Baden (Lichtental) wurde aufgrund eines Erlasses des Badischen Innenministers vom 12. September 1941 nicht geschlossen oder verkauft, wie es vielen anderen Jüdischen Friedhöfen ergangen ist. Am 25. November 1976 wurde ein Gedenkstein für die jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft eingeweiht; der Gedenkstein enthält eine Bodenplatte der Baden-Badener Synagoge.
„Denn Tag und Nacht beweine ich die Erschlagenen der Tochter meines Volkes“
– Inschrift - Jeremia 8,23
Die längst vernichtete Israelitische Gemeinde Baden-Baden wurde am 23. Februar 1951 formell aus dem Vereinsregister gelöscht, 1956 wiedergegründet. Der Gottesdienst wurde eine Zeit lang in einem Betsaal, den die Bäder- und Kurverwaltung zur Verfügung stellte, abgehalten.
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Eingemeindungen
Folgende Städte und Gemeinden wurden in die Stadt bzw. in den Stadtkreis Baden-Baden eingegliedert:
1909: Lichtental und Beuern
1928: Oos und Oosscheuern
1939: Balg
1. Januar 1972: Ebersteinburg, Landkreis Rastatt
1. Juli 1972: Neuweier, Steinbach (Stadt) und Varnhalt, alle Landkreis Bühl
1. Januar 1973: Haueneberstein, Landkreis Rastatt
1. Januar 1975: Sandweier, Landkreis Rastatt
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Gemeinderat
Sitzverteilung im Gemeinderat (46 Sitze, davon 10 Überhangmandate):
CDU: 19 Sitze
SPD: 8 Sitze
GRÜNE: 7 Sitze
FW: 7 Sitze
FDP: 5 Sitze
ZiB (Zukunft in Baden-Baden): ein Sitz (seit 2008 Mitglied der SPD-Fraktion)
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Oberbürgermeister
An der Spitze der Stadt Baden-Baden standen seit dem 15. Jahrhundert der Schultheiß, der Bürgermeister, das Gericht und der Rat mit je 12 Mitgliedern. Sie bildeten das Stadtregiment. Der Schultheiß stand dem Gericht vor, der Bürgermeister dem Rat. Er hing aber von den Weisungen des Schultheißen und des Rates ab. 1507 erhielt die Stadt eine Stadtordnung. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es einen Magistrat, dem zwei Bürgermeister und zwölf Ratsmitglieder angehörten. Nach Einführung der badischen Städteordnung 1874 bekam der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister.
In der heutigen Zeit wird der Oberbürgermeister von der wahlberechtigten Bevölkerung für ein Amtsperiode von acht Jahren direkt gewählt. Sein ständiger Vertreter ist der „Erste Beigeordnete“ mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“.
Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1815:
1815–1829: Felix Schneider
1830–1835: Anton Jörger
1835–1840: Robert Schlund
1840–1858: Josef Jörger
1858–1859: Ignaz Leile
1860–1874: August Gaus
1874–1875: A. Zachmann
1875–1907: Albert Gönner
1907–1929: Reinhard Fieser
1929–1934: Hermann Elfner
1934–1945: Hans Schwedhelm
(während der Abwesenheit infolge des Militärdienstes führte Bürgermeister Kurt Bürkle die Amtsgeschäfte)
12. April 1945 bis 13. Mai 1945: Ludwig Schmitt, Städt. Verwaltungsdirektor
14. Mai 1945 bis 13. Januar 1946: Dr. Karl Beck, Städt. Oberrechtsrat
14. Januar 1946 bis September 1946: Dr. Eddy Schacht
1946–1969: Dr. h.c. Ernst Schlapper (CDU)
1969–1990: Dr. jur. Walter Carlein (CDU)
1990–1998: Ulrich Wendt (CDU)
1998–2006: Dr. Sigrun Lang (parteilos)
Seit 10. Juni 2006: Wolfgang Gerstner (CDU)
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Wappen
Das Wappen der Stadt Baden-Baden ist in drei breite Felder in den Farben rot und gelb auf die Flagge gesetzt. Die Umrandung und die Mauerkrone ist auf der Flagge in dunkelbraun gehalten. Bei der Flagge handelt es sich um die Dienstflagge der Stadt, die für öffentliche Gebäude einschließlich Schulen bestimmt ist.
Baden-Baden ist Stadtkreis und hat in seinem Siegel immer das Wappen der Landesfürsten geführt. Der erste Abdruck liegt aus dem Jahre 1421 vor. Das Wappen der früheren Landesherren, der Herzöge von Zähringen, ist ein roter, schräg rechts auf einem goldenen Schild liegender Balken. Zur Unterscheidung zum Landeswappen wurde das Stadtwappen mit einer dreizackigen Mauer versehen. Im 18. Jahrhundert zeigten die Siegel eine Laubkrone, ab dem 19. Jahrhundert eine dreitürmigen Mauer.
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Städtepartnerschaften
Baden-Baden unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
Menton in Frankreich, seit 1961
Moncalieri in Italien, seit 1990
Freital in Sachsen, Verwaltungspartnerschaft seit 1990
Karlsbad (Karlovy Vary) in der Tschechischen Republik, seit 1998
Jalta in der Ukraine, seit 2000
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Theater und Veranstaltungsorte
Das Theater Baden-Baden ist eine Sprechbühne mit festem Ensemble. Darüber hinaus wird auch das Spiegelfoyer im Theater mit kleineren Produktionen bespielt. Das neben dem Theater befindliche TIK (Theater im Kulissenhaus) dient seit einiger Zeit als Bühne für Kinder- und Jugendtheaterstücke.
Das Festspielhaus Baden-Baden, durch völligen Umbau des ehemaligen am 15. Juli 1845 eingeweihten Stadtbahnhofs entstanden, ist das zweitgrößte Konzerthaus Europas und zieht mit Opern, Musicals und Konzerten viele Musik- und Kulturbegeisterte von Nah und Fern an.
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Musik
Die Philharmonie Baden-Baden ist das ständige Orchester der Stadt Baden-Baden. Es gehört zu den traditionsreichsten Klangkörpern Deutschlands. Erste Anfänge datieren die Gründung der Hofkapelle auf das Jahr 1460. Aus dem Jahre 1582 existiert eine detaillierte Aufstellung des Instrumentariums des zu dieser Zeit von Francesco Guami (Posaunenmeister der von Orlando di Lasso geleiteten Münchner Hofkapelle) dirigierten Orchesters. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts gab es ein überwiegend mit böhmischen Musikern besetztes Sommerorchester, nach 1854 dann ein ganzjährig auftretendes Orchester. Rund 60000 Konzerte dürfte das Orchester seit dieser Zeit gespielt haben. Hector Berlioz leitete über viele Jahre die damaligen Sommerfestspiele der Stadt. Das Baden-Badener Theater wurde mit seiner Oper "Béatrice und Bénédict" eröffnet. Viele der berühmtesten Solisten und Dirigenten arbeiteten mit dem Orchester. Johann Strauß, Johannes Brahms, Richard Strauss, Pietro Mascagni, Artur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Bruno Walter, George Szell, Otto Klemperer und viele andere setzten Glanzpunkte in der Geschichte der Philharmoniker. Heute lesen sich ihre „Goldenen Bücher“ wie ein „Who’s who?“ der Musikgeschichte, von Franz Liszt über Pablo Casals bis zu Placido Domingo traf sich die musikalische Weltspitze auf den historischen Bühnen Baden-Badens.
Konzerte führen die Philharmonie heute weit über die Grenzen Baden-Badens hinaus. Nicht nur die großen deutschen Konzertsäle – wie etwa die „Alte Oper“ in Frankfurt und das Baden-Badener Festspielhaus – auch China, Dubai, Frankreich, Belgien, die Schweiz und die Ukraine standen auf dem Spielplan des Ensembles. Mit der „Carl Flesch Akademie“ bietet das Orchester alljährlich im Sommer einen der international renommiertesten Meisterkurse für Streichinstrumente an.
Baden-Baden ist zweiter Sitz des SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Es gehört zu den führenden Rundfunk-Sinfonieorchestern Deutschlands und tritt mehrmals im Jahr im Festspielhaus auf. Im Museum Frieder Burda (siehe Museum Frieder Burda) findet seit 2006 die Kammermusikreihe des Orchesters statt. Der SWR veranstaltet jährlich im September auch das SWR3 New Pop Festival.
Im Juni 2007 konnte das Jugendorchester Baden-Baden sein 50-jähriges Bestehen feiern. Aus ganz kleinen Anfängen, ohne jede finanzielle Möglichkeit, entwickelte sich das Orchester, seit Karl Nagel 1963 die Gesamtleitung übernahm, zu einer beachtlichen Stellung, die mit zahlreichen effektvollen Konzerten immer wieder bewiesen wird. 2001 musizierte man mit einem Weltstar der Violine, Hilary Hahn. Musik-Freunde, die das Konzert gehört haben, waren von der intensiven Art der Begleitung des Brahms-Violinkonzertes begeistert.
In Baden-Baden finden seit 1997 jährlich die „Herbert von Karajan Pfingstfestspiele“ statt, seit 2003 wird der Herbert-von-Karajan-Musikpreis verliehen.
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Bauwerke
- Kurhaus Baden-Baden
- Palais Hamilton
- Trinkhalle
- Kirche der Klosterschule vom Heiligen Grab und Palas des Neuen Schlosses
- Friedrichsturm
Baden-Baden hat im 2. Weltkrieg keine großen Schäden erlitten und gehört zu den am besten erhaltenen Kurorten in Deutschland. Das Stadtbild wird von herausragenden Beispielen der Kurarchitektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts geprägt. Das Kurhaus mit dem berühmten Casino Baden-Baden ist architektonischer und gesellschaftlicher Mittelpunkt sowie Wahrzeichen der Stadt.
Die Altstadt Baden-Badens hat zahlreiche Geschäfte und Cafés. Im Bäderviertel gibt es die moderne Caracalla-Therme, das historische Friedrichsbad sowie Römische Badruinen.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die klassizistische Villa Hamilton, wie das Kurhaus von Friedrich Weinbrenner ausgeführt, die Wasserkunstanlage Paradies, das Kloster Lichtenthal, das Schloss Hohenbaden, das Neue Schloss und das Brahmshaus.
Auch zwei Bauten von Weinbrenner-Nachfolger Heinrich Hübsch, einem führenden Vertreter des deutschen Romantizismus sind erwähnenswert: die Trinkhalle Baden-Baden (Säulenhalle direkt beim Kurhaus) und das ehemalige Dampfbad (unterhalb des Neuen Schlosses).
Eine weitere Attraktion ist die berühmte Lichtentaler Allee mit Rosengarten in der Gönneranlage, die Gartenstadt Ooswinkel und das Baden-Badener Rebland mit seinem Traditions-Weingut Gut Nägelsförst - seit 1268.
An Kirchen sind zu erwähnen: Stiftskirche, Evangelische Stadtkirche, Spitalkirche, St. Bernhard, St. Johannis sowie die Russische Kirche und die Stourdza-Kapelle.
Auf dem Gemarkungsgebiet des Stadtkreises gibt es auch einige bemerkenswerte Sendetürme und zwar:
Mittelwellensendemast des SWR bei 48°45'58" nördliche Breite und 8°15'56" östliche Länge
Aussichts- und Sendeturm Merkur bei 48°45'52" nördliche Breite und 8°16'50" östliche Länge
Richtfunkturm Baden-Baden Fremersberg (freistehender Stahlbetonturm der Deutschen Telekom AG mit Aussichtsplattform) bei 48°45'10" nördliche Breite und 8°12'8" östliche Länge
Mit der Merkurbergbahn gelangt man auf den 668 Meter hohen Baden-Badener Hausberg Merkur. In Baden-Baden beginnt Deutschlands wohl bekannteste Panorama- und Touristenstraße, die Schwarzwaldhochstraße – B 500 – die in Freudenstadt endet. Teilweise über 1000 Meter hoch gelegen bietet sie den Autofahrern außergewöhnlich schöne Einblicke in den Hochschwarzwald und beeindruckende Aussichten in die Rheinebene, die Vogesen, die Schwäbische Alb oder die Alpen.
Der 30 Meter hohe Friedrichsturm wurde durch die Stadt Baden-Baden und den Schwarzwaldverein am höchsten Punkt der Gemarkung Baden-Baden (1002,5 m ü NN) auf der Badener Höhe erbaut, angrenzend an die Gemarkungen Herrenwies und Murgschifferschaft. Grundsteinlegung: Am 9. Juni 1890 durch Großherzog Friedrich von Baden. Einweihung: Am 5. Oktober 1891.
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Regelmäßige Veranstaltungen
Mai: Brahms-Tage im Zwei-Jahre-Turnus und das Frühjahrsmeeting des Internationalen Clubs auf der Galopprennbahn in Iffezheim
Mai: Pfingstfestspiele im Festspielhaus
Juni: Mittelalterliche Winzertage im Stadtteil Steinbach – „Sommer-Gala“
Juli: Internationale Rosenneuheitenprüfungen und das Internationale Oldtimer Meeting Baden-Baden
August: Die Große Woche des Internationalen Clubs auf der Galopprennbahn in Iffezheim
September: Golf-Woche
September: SWR3 New Pop Festival
Oktober: Sales & Racing ausgerichtet vom Internationalen Club auf der Galopprennbahn von Iffezheim
Oktober/November: Welt-Tanz-Gala
November: Fernsehfilm-Festival Baden-Baden (früher: Baden-Badener Tage des Fernsehspiels)
Dezember: Christkindelsmarkt
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Kulinarische Spezialitäten
Baden-Baden liegt innerhalb der Weinbau-Region Ortenau.
Rehrücken Baden-Baden
Baden-Badener Roulettekugeln (Pralinen)
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Wirtschaft und Infrastruktur
Straßenverkehr
Baden-Baden liegt an der Bundesautobahn A 5 (Alsfeld–Basel) und ist über die Anschlussstellen Baden-Baden und Bühl zu erreichen. Eine weitere Auffahrt befindet sich im Stadtteil Sandweier an der Autobahnkirche. Die Bundesstraße B 500 (Schwarzwaldhochstraße) führt durch das Stadtgebiet, im Innenstadtbereich durch den Michaelstunnel, mit 2544 m der zweitlängste Straßentunnel in Baden-Württemberg.
Die Bundesstraße B 3 führt an den Stadtteilen Steinbach und Oos vorbei und durch den Stadtteil Sandweier. Die neue B3 verbindet nun auch Rastatt.
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Schienenverkehr
Der Bahnhof Baden-Baden ist ICE-Haltepunkt an der Strecke Mannheim–Basel (Rheintalbahn). Die Schwarzwaldbahn, die zwischen Karlsruhe und Konstanz pendelt, hält stündlich am Bahnhof Baden-Baden. Die Stadtbahnlinien S 4 und S 32 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft bieten direkte Verbindungen nach Bühl, Rastatt, Ettlingen, Karlsruhe und Heilbronn.
Den weiteren öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewährleistet die Baden-Baden-Linie die mit mehreren Buslinien, welche den ganzen Stadtkreis sowie teilweise die benachbarten Städte bedient. Die Hauptlinie ist die Buslinie 201, die im Zehn-Minuten-Takt vom Bahnhof im Stadtteil Oos, durch die Weststadt, über die Stadtmitte bis nach Lichtental bzw. Oberbeuern fährt.
Die städtische Straßenbahn wurde am 24. Januar 1910 eröffnet und am 28. Februar 1951 stillgelegt. Sie besaß meterspurige Strecken von rund 15 km Länge und wurde durch einen O-Busbetrieb ersetzt, der seit 26. Juni 1949 parallel dazu in Betrieb war.
Auf den Merkur führt seit 16. August 1913 eine Standseilbahn, die Merkurbergbahn.
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Luftverkehr
Westlich von Baden-Baden, unweit der französischen Grenze und in der Nähe der Gemeinde Rheinmünster-Söllingen liegt im Baden-Airpark der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden/FKB – mitunter auch „Baden-Airport“ genannt – von dem Linienflüge unter anderem nach Berlin, London, Rom, Barcelona, Dublin, Marseille, Iraklio, Rhodos sowie Pisa angeboten werden, seit Mai 2007 auch Hamburg, Göteborg, Helsinki, Kopenhagen, Lanzarote, Moskau, Wien. Zwischenzeitlich wurde das Angebot erweitert und bietet noch mehr Möglichkeiten. Die Passagierzahlen steigen stetig an. Derzeit wird eine neue Lande- und Startbahn modernster Art erbaut.
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Medien
Baden-Baden ist Sitz eines der Funkhauskomplexe des Südwestrundfunks. Hier werden zahlreiche Fernseh- und Rundfunkprogramme produziert und ausgestrahlt, unter anderem auch das Programm von SWR3. Ebenfalls hat die ARTE Deutschland TV GmbH ihren Sitz in der Stadt. Daneben existieren auch einige Sendetürme in der Stadt (siehe Kapitel Bauwerke)
Zwei Tageszeitungen erscheinen in Baden-Baden: Das Badische Tagblatt (BT) und eine Lokalausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) aus Karlsruhe.
In Baden-Baden wird jährlich der Deutsche Medienpreis von dem Baden-Badener Unternehmen Media Control verliehen.
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Öffentliche Einrichtungen
Baden-Baden ist Sitz eines Landgerichts und eines Amtsgerichts, die zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehören.
Ferner gibt es ein Finanzamt, mehrere Notariate und ein Zollamt. Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Baden-Baden der Evangelischen Landeskirche in Baden.
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Bildung
Baden-Baden hat zahlreiche Bildungseinrichtungen. Allen voran ist die Europäische Medien- und Event-Akademie zu nennen. Daneben gibt es in Baden-Baden folgende weiterführende Schulen:
Die Hauptschule Lichtental
Die Realschule Baden-Baden (öffentliche Realschule)
Die Theodor-Heuss-Schule (öffentliche Förderschule)
Das Richard-Wagner-Gymnasium (öffentliches Gymnasium)
Das Markgraf-Ludwig-Gymnasium (öffentliches Gymnasium)
Das Gymnasium Hohenbaden (öffentliches Gymnasium)
Die Klosterschule vom Heiligen Grab (privates Gymnasium)
Das „Pädagogium“ mit Realschule/Gymnasium/Wirtschaftsgymnasium/Sozialpädagogischem Gymnasium (privates Gymnasium mit Internat)
Die Stulz-von-Ortenberg-Schule Grundschule/Hauptschule/Realschule/Förderschule (Schule für Erziehungshilfe)
Die Robert-Schuman-Schule (Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schulen; vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur)
Die Heinz-von-Förster-Schule in Oosscheuern (Schule für Erziehungshilfe)
Ferner gibt es die Vincenti-Grundschule und jeweils eine Grundschule in den Stadtteilen Balg, Ebersteinburg, Lichtental, Neuweier und Varnhalt. An Grund- und Hauptschulen bestehen die Theodor-Heuss-Schule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) und entsprechende Einrichtungen in den Stadtteilen Steinbach, Haueneberstein, Oos, Sandweier und Lichtental.
Die größte private Bildungseinrichtung ist das Pädagogium Baden-Baden (Realschule, Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium; mit Internat), daneben die Stulz-von-Ortenberg-Schule für Erziehungshilfe und die beiden Beruflichen Schulen BBS Baden-Badener Sprachschule GmbH und Wirtschaftsinstitut Baden-Baden in der Merkur Akademie International.
Als weitere private Bildungseinrichtung haben die Bernd-Blindow-Schulen einen Schulstandort für Physiotherapie bzw. PTA eingerichtet.
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Überregional bekannte ansässige Unternehmen
arvato infoscore
Carasana Bäderbetriebe GmbH Caracalla-Therme
Grenkeleasing AG
Biologische Heilmittel Heel
Juvena Cosmetics
L'TUR Tourismus AG
Media Control
NOMOS Verlagsgesellschaft
Sans Soucis Cosmétique GmbH
Südwestrundfunk
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Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Baden-Baden hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen (das Ehrenbürgerrecht erlischt mit dem Tode):
1811: Joseph von Lassolaye
1821: Friederike von Schweden
1832: Franz Josef Herr
1836: Großherzogin Stéphanie de Beauharnais
1840: Jacques Bénazet, Spielbankbetreiber
1843: Franz Jakob Göbel
1848: William Archibald von Hamilton
1848: Marie von Hamilton
1851: Edouard Bénazet, Spielbankbetreiber
1851: Andreas Friedrich
1854: Konrad Kuntz
1860: Joseph Grosholz
1861: Karl Daniel Oppenfeld
1866: Julius Füsslin
1866: Michael Stourdza
1872: Emile Dupressoir
1895: Otto von Bismarck, Reichskanzler
1898: Hermann von Sachsen-Weimar
1907: Albert Gönner
1910: Graf Ferdinand von Zeppelin
1910: Hermann Sielcken
1929: Reinhard Fieser
1933: Hermann Elfner
1933: Adolf Hitler
„Die Liste stellt geschichtlich korrekt die Namen der einmal ernannten Ehrenbürger dar. Es kann und soll nicht verschwiegen werden, dass Adolf Hitler - wie in vielen anderen Städten auch - am 20. April 1933 zum Ehrenbürger gewählt wurde. Geschichtliche Vorgänge können nicht ungeschehen gemacht werden. Gleichwohl gilt mit Beschämung festzustellen, dass damit einer der größten Verbrecher gegen die Menschlichkeit die Ehrenbürgerwürde der Stadt Baden-Baden erhalten hat. Der Name Hitlers wird nicht gelöscht, wohl aber durchgestrichen.“
- Offizielle Anmerkung der Stadt Baden-Baden
zur Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers -
1952: Konrad Adenauer, Bundeskanzler
1969: Ernst Schlapper, Oberbürgermeister
1990: Walter Carlein, Oberbürgermeister
1993: Meinrad Lauinger
2006: Frieder Burda
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Söhne und Töchter der Stadt
Die nachfolgende Übersicht enthält bedeutende in Baden-Baden geborene Persönlichkeiten alphabetisch aufgelistet. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Baden-Baden hatten oder nicht, ist dabei unerheblich. Viele sind nach ihrer Geburt oder später aus der Kurstadt weggezogen und sind andernorts bekannt geworden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Bernhard II. (Baden), zweiter Sohn von Markgraf Jakobs I. und dessen Gemahlin Katharina von Lothringen
Christoph I. (Baden), Markgraf von Baden
Ferdinand Maximilian (Baden), Markgraf von Baden-Baden
Ludwig von Baden, Großherzoglicher Prinz und Markgraf von Baden und Herzog von Zähringen
Maximilian von Baden, preußischer General und der letzte Reichskanzler des deutschen Kaiserreiches
Philibert (Baden-Baden), Markgraf von Baden
Philipp II. (Baden), Markgraf von Baden
Wilhelm I. (Baden), Markgraf von Baden
Wilhelm Christoph (Baden), Markgraf von Baden und Domherr zu Köln
Michael Andrejewski, NPD-Politiker in Mecklenburg-Vorpommern
Florian Ballhaus, Kameramann
Walter Bargatzky, deutscher Jurist, Staatssekretär und Präsident des Deutschen Roten Kreuzes
Ralf Bauer, Schauspieler und Fernsehmoderator
Wilhelm Brückner, Chefadjutant von Adolf Hitler
Carl Damm, katholischer Priester, Politiker und Teilnehmer an der Revolution 1848/1849
Rudolf Eberle im Stadtteil Steinbach, Volkswirt und Politiker (CDU)
Roland Gerstner, Politiker (CDU)
Felix Gilbert, deutsch-amerikanischer Historiker, emigriert 1933, ab 1949 Professor am Bryn Mawr College
Peter Götz, deutscher Politiker und MdB
Leopold Gutterer, deutscher NS-Politiker
Isabell Hertel, Schauspielerin
Elmar Hörig, deutscher Radio- und Fernsehmoderator
Rudolf Höß, deutscher Nationalsozialist und Kommandant des Vernichtungslagers Auschwitz
Johannes Hüppi, deutscher Maler
Alexandra Kamp, Schauspielerin und Model
Emil Keßler, deutscher Unternehmer, Gründer der Maschinenfabrik Esslingen und Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe AG
Wolfgang Krull, deutscher Mathematiker
Erich Kuby, deutscher Journalist und Schriftsteller
Tony MarshallMarc Marshall (Duo Marshall & Alexander), Sohn von Tony Marshall
Tony Marshall, deutscher Schlagersänger
Ludwig II., Fürst von Monaco
Stefan Anton Reck, deutscher Dirigent
Edouard Risler, französischer Pianist
Roland Schaeffer, deutscher Musiker
Hilde Schneider, deutsche Schauspielerin
Reinhold Schneider, deutscher Schriftsteller
Manfred Sexauer, deutscher Moderator
Joseph Vollmer, Automobilpionier und Konstrukteur, Vater der DIN-Normen
Anna Zerr, deutsche Sängerin
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Berühmte und prominente Einwohner
Franz Alt, Publizist
Joachim Ernst Berendt, Jazz-Publizist, Festivalgründer
Werner Bergengruen, Schriftsteller
Pierre Boulez, Komponist und Dirigent
Johannes BrahmsJohannes Brahms, Komponist
Alfred Döblin, Schriftsteller (Berlin Alexanderplatz) von Juni 1946 bis Oktober 1949
Fjodor Dostojewski, Schriftsteller
Egon Eiermann, Architekt
Otto Flake, Schriftsteller
Georg Groddeck, Psychosomatiker, Schriftsteller
Max Grundig, Radiopionier und Großindustrieller
Jimmy Hartwig, Fußballer
Otto Jägersberg, Schriftsteller
Manfred Kohnke, Gault-Millau-Deutschland-Chefredakteur und Herausgeber
Willy Korf, Stahl-Industrieller
Elena Kuschnerova, Pianistin
Frank Laufenberg, Radio und Fernsehmoderator
Louis Lucien Lepoix, Designer
Natalie Lumpp, Spitzensommeliere und Weinautorin
Hugo Mann, Großkaufmann (Wertkauf + Mann Mobilia)
Gerd Mehl, Sportjournalist, erster Sportchef des Südwestfunks
Rudi Michel, Sportjournalist, Berichterstatter beim Finale der Fußball-WM 1954;
Rolf-Hans Müller, Musiker und Komponist – Chef des SWF-Tanzorchesters
Jean-Pierre Ponnelle, Opernregisseur, Bühnenbildner
Hans-Heinrich Reckeweg, Mediziner, Pionier im Bereich der biologischen Arzneimittel
Frank Elstner, Moderator
Wassili Andrejewitsch Schukowski, Dichter und Übersetzer
Clara Schumann, Pianistin
Iwan Sergejewitsch Turgenew, Schriftsteller
Pauline Viardot-Garcia, Sängerin, Komponistin
Herbert Wendt, Schriftsteller, Autor zahlr. Bücher
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In der Literatur
„Merkwürdig ist, daß noch kein Schriftsteller die große Zeit Badens (1845–1869) für einen Roman verwendet hat" schrieb Otto Flake im Vorwort zu seinem Roman "Hortense oder die Rückkehr nach Baden-Baden“, der 1933 veröffentlicht wurde. Dieser Roman spiegelt das Flair der Blütezeit des Kurorts im 19. Jahrhundert wieder.
Eigentlich war es aber schon in mehreren Werken als Schauplatz der Ereignisse eingeflossen. So auch im Der Spieler von Dostojevski. Der Roman die "Die Leiche im Paradies" von Rita Hampp spielt in Baden-Baden.
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In Film und Fernsehen
Der hier angesiedelte Südwestrundfunk und mit ihm verbundene Produktionsfirmen nutzen die Stadt häufig als Kulisse für Film- und Fernsehaufnahmen. In Baden-Baden spielen die Serien Bloch mit Dieter Pfaff als Psychotherapeut sowie Der Forellenhof. Ernst Jacobi, Heinz Schimmelpfennig und Karin Anselm ermittelten als Baden-Badener Tatort-Kommissare.
Das fiktive Mommsen-Gymnasium aus Baden-Baden diente zwischen 1968 und 1972 als Kulissenort für die Kurzserie Die Lümmel von der ersten Bank. Eine Episode in Claude Millers Film Das Auge mit Isabelle Adjani spielt in Brenner's Park Hotel.
Offizielle Webseite der Stadt Baden-Baden
Informationen dankenswerterweise über wikipedia.org
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